Einträge von Michael Schneider

Du bist der König deiner Welt.

Am Nachbartisch sitzt ein älteres Ehepaar. Halb aus Neugierde, halb wird es mir aufgedrängt, kann ich dem Gespräch der beiden folgen. Sie: Hermann, jetzt fliegen wir schon seit 20 Jahren jedes Jahr hier nach Arta auf Mallorca. Er: Ja. Sie: Und seit 20 Jahren frühstücken wir hier in diesem Café. Er: Ja. Sie: Und seit […]

Vom Chaos in die Klarheit.

Manchmal gibt es Momente, da ist man froh, den eigenen Namen zu kennen. Alles scheint sich zu einem riesigen Chaos entwickelt zu haben. Die einfachsten Entscheidungen bereiten Kopfschmerzen. Je länger man darüber grübelt, desto schneller dreht sich das Karussell. Sucht man Rat, erntet man Kopfschütteln. Man hat ständig das Gefühl, missverstanden zu werden. Warum können […]

Schäme dich! Oder doch nicht?

Schäm dich! Oder besser nicht? Wie oft habe ich das schon gehört? Oft. Entweder an mich gerichtet oder an andere. Schäm dich! Wie oft habe ich das über andere oder mich selbst gedacht? Noch öfter. Und wie oft habe ich Worte nicht ausgesprochen, die mir auf der Zunge lagen oder Dinge nicht getan, auf die […]

Mit weniger Gepäck reist es sich leichter.

Ich weiß nicht, ob ich es brauchen werde. Aber ich packe es ein. Man weiß ja nie. In knapp zwei Wochen kann viel passieren. Erst recht, da ich nicht weiß, wo die Tage beginnen, wo sie enden und was dazwischen geschieht. Sicher ist sicher. 8.000 Höhenmeter und 600 km über spanischen Boden später, reicht es […]

Finde dein eigenes Tempo, dann geht dir nie der Atem aus.

Finde dein eigenes Tempo, dann geht dir nie der Atem aus. Ich versuche dran zu bleiben. Will den Windschatten nutzen, um Kraft zu sparen. Es bläst starker Gegenwind. Dem jungen Mann vor mir scheint das nichts auszumachen. Mir dagegen schon. Eine scharfe Linkskurve und es geht die Serpentinen hinauf in das andalusische Hochgebirge. Mit großem […]

Aus dem Elefanten eine Mücke machen.

Vor mir, hinter mir, rechts von mir, links von mir, bergauf, bergab, soweit das Auge reicht: Olivenhaine. Seit zwei Tagen das gleiche Bild. Ich verlasse den Asphalt und biege auf einen Schotterweg ab. Es fängt an zu regnen. Zunächst genieße ich das und freue mich über die willkommene Abkühlung. Diese verwandelt sich von jetzt auf […]